Vectronic Digital Vectronic Digital

Software-Bewertung

Lexware Office für Rechnungen und Buchhaltung

Diese Bewertung hilft Selbständigen und kleinen Unternehmen einzuschätzen, ob die cloudbasierte Lösung zu ihren Abläufen passt, welche Pflichten mit E-Rechnung und GoBD verbunden sind und wann eine umfassendere Plattform sinnvoller ist.

01:— Angebote und Rechnungen schreiben im Aufbau
02:— E-Rechnung und Aufbewahrungspflichten geprüft
03:— Übergabe an die Steuerberatung offen

Was Lexware Office leistet

Die Software deckt den Kern des kaufmännischen Alltags ab: Angebote schreiben, Rechnungen erstellen, Zahlungen verfolgen und Buchhaltungsdaten für die Steuerberatung vorbereiten. Für Selbständige ist die schnelle Rechnung der praktischste Nutzen, gefolgt von der Übersicht über offene Posten. Die Oberfläche ist auf diese Aufgaben ausgerichtet, nicht auf komplexe Konzernstrukturen.

Wer denkt, ein System müsse alles können, wird hier anders ansetzen: Der Ansatz löst die täglichen Aufgaben zuverlässig und lässt alles weg, was kleine Betriebe selten brauchen.

Kernaufgaben im Tagesgeschäft Auflage
  • A

    Angebote und Rechnungen

    Vorlagen, Nummernkreise und Versand aus einer Oberfläche. Am häufigsten genutzt bei laufenden Aufträgen und wiederkehrenden Leistungen.

  • B

    Offene Posten verfolgen

    Zahlungseingänge und Mahnungen lassen sich je Kunde nachhalten, ohne dass eine separate Liste geführt werden muss.

  • C

    Buchhaltungsdaten vorbereiten

    Belege und Kontobewegungen werden so aufbereitet, dass die Steuerberatung sie weiterverarbeiten kann.

E-Rechnung und GoBD im Blick

Die Anforderungen an digitale Rechnungen sind in Deutschland verbindlich geregelt. Software, die Rechnungen erstellt, muss die Formate und Aufbewahrungspflichten der GoBD berücksichtigen. Lexware Office ist auf diese Pflichten ausgerichtet, doch die Verantwortung für die korrekte Anwendung bleibt beim Unternehmen.

Wir beschreiben diese Vorgaben sachlich, weil sie die Buchhaltung grundlegend prägen und bei der Auswahl oft übersehen werden. Wer die Regeln kennt, erkennt schneller, welche Software den eigenen Aufwand wirklich senkt.

Hände einer Selbständigen über Tastatur und Belegablage im Homeoffice
Pflichtprogramm

Kein Zusatzmodul: Wer Rechnungen in Deutschland ausstellt, muss die Formate und die Aufbewahrung ohnehin einhalten.

Der Buchhalter bleibt der Buchhalter. Die Software nimmt nur die Handarbeit weg.

Diese Bewertung stellt genau diese Grenze in den Mittelpunkt, bevor sie über Funktionen spricht.

Zusammenspiel mit der Steuerberatung

Viele Selbständige und kleine Unternehmen arbeiten mit einer Steuerberatung zusammen. Entscheidend ist, wie Belege und Daten dorthin gelangen. Lexware Office unterstützt digitale Abläufe, die Übergabe muss aber im Vorfeld mit der Steuerberatung abgestimmt werden.

Reibung entsteht meist nicht in der Software, sondern in ungeklärten Zuständigkeiten. Ein klarer Ablauf spart monatlich Zeit und vermeidet Rückfragen.

01

Aufgaben trennen

Notieren Sie, welche Belege Sie selbst buchen und welche Ihre Steuerberatung übernimmt. Diese Trennlinie bestimmt, welche Funktionen Sie überhaupt brauchen.

02

Übergabeweg festlegen

Klären Sie vorab, in welchem Format Belege ankommen sollen und wer bei Rückfragen ansprechbar ist. Das lässt sich ohne Softwarewechsel regeln.

03

Ablauf testen

Prüfen Sie einen Monat lang, ob Belege vollständig und ohne Rückfragen zurückkommen. Danach wissen Sie, ob der Ablauf trägt.

Diese Reihenfolge stammt nicht aus der Software, sondern aus der Praxis kleiner Betriebe: Erst Zuständigkeiten, dann das Werkzeug.

Für welche Unternehmen es passt

Die Lösung passt vor allem zu Selbständigen, Freiberuflern und kleinen Betrieben mit überschaubarer Buchhaltung. Wächst das Unternehmen, steigen auch die Anforderungen: mehrere Konten, komplexere Steuersätze, mehr Abstimmung. Diese Bewertung beschreibt, wo die Software an ihre Grenzen stößt, ohne sie in ein falsches Licht zu setzen. Für viele kleine Betriebe ist der Funktionsumfang angemessen.

Passt gut
Selbständige, Freiberufler, kleine Betriebe mit bis zu wenigen hundert Belegen pro Jahr.
Stößt an Grenzen
Mehrere Gesellschaften, umsatzsteuerliche Sonderfälle oder Buchhaltung für Dritte.
Wichtig beim Umstieg
Kontenrahmen, laufende Nummernkreise und offene Posten aus dem Vorsystem übernehmen.
Zwei Personen prüfen Belege am Küchentisch und klären den Übergabeweg

Die Größe des Betriebs entscheidet weniger als die Zahl der Sonderfälle. Wer viele Einzelfälle hat, braucht mehr Werkzeug.

Automatisierung im Alltag

Wie weit die Automatisierung trägt, hängt vom Geschäftsmodell ab. Wir unterscheiden zwei Fälle, damit die Entscheidung nicht von einem einzelnen Feature abhängt.

Großer Nutzen

Wiederkehrende Rechnungen und gleichartige Vorgänge

Bei monatlichen Wartungsverträgen, Mieten oder gleichen Posten pro Kunde lohnt sich die Vorlage. Erinnerungen laufen automatisch, Zahlungseingänge lassen sich zuordnen, und die Buchhaltung erhält gleichartige Belege.

Weniger Wirkung

Sehr individuelle Vorgänge

Projektarbeit mit wechselnden Positionen, Sondervereinbarungen oder Nachlässe pro Vorgang kosten weiterhin Zeit. Hier prüfen Sie zuerst, ob die Buchhaltung oder die Angebotserstellung der eigentliche Engpass ist.

Grenzen und Alternativen

Wer vollständige Buchhaltungsprozesse mit Automatisierung abbilden will, findet in BuchhaltungsButler eine stärker automatisierte Ausrichtung. Für den intensiven Austausch mit der Steuerberatung bei komplexeren Belegen ist DATEV Unternehmen online verbreitet. Lexware Office bleibt dagegen eine schlanke Wahl für kleinere Einheiten. Diese Einordnung soll die Wahl erleichtern, nicht pauschal empfehlen.

Lexware Office

Schlank, cloudbasiert, auf Angebote, Rechnungen und die Buchhaltungsvorbereitung zugeschnitten. Sinnvoll, wenn die Buchhaltung überschaubar bleibt.

Diese Bewertung

BuchhaltungsButler

Stärker auf Automatisierung ausgelegt. Interessant, wenn viele Belege regelmäßig und gleichartig anfallen und die Buchhaltung weitgehend ohne Handarbeit laufen soll.

DATEV Unternehmen online

Verbreitet, wenn komplexere Belege intensiv mit der Steuerberatung abgestimmt werden. Der Aufwand lohnt sich vor allem bei größerem Belegvolumen.

Bewertung lesen
Passt zu Ihnen, wenn

Für Selbständige und KMU

  • Ihre Buchhaltung ist überschaubar.
  • Sie wollen digitale Rechnungen und einen klaren Belegweg.
  • Sie arbeiten mit einer Steuerberatung und haben die Übergabe geklärt.
Der Blick lohnt sich, wenn

Mehr Volumen, mehr Mandanten

Wenn Ihr Volumen stark wächst oder mehrere Mandanten abzubilden sind, lohnt der Blick auf umfassendere Systeme. Prüfen Sie zuerst, welche Aufgaben Sie selbst übernehmen und was Ihre Steuerberatung erwartet. Diese Abwägung steht im Mittelpunkt dieser Bewertung.

Häufige Fragen

Die drei Fragen, die uns zu dieser Software am häufigsten erreichen.

Ist Lexware Office für Freiberufler geeignet?
Ja, für überschaubare Buchhaltung. Bei wachsendem Volumen sollten Sie prüfen, ob der Funktionsumfang weiterhin reicht.
Unterstützt die Software E-Rechnungen?
Sie ist auf die in Deutschland geltenden Anforderungen an digitale Rechnungen ausgerichtet. Die korrekte Anwendung liegt beim Nutzer.
Kann meine Steuerberatung die Daten übernehmen?
Das ist möglich, wenn Sie den Übergabeweg vorab mit Ihrer Steuerberatung abstimmen.

Weitere Bewertungen finden Sie in unseren Software-Bewertungen oder im direkten Vergleich unter Software-Vergleiche.

Fragen zur Software oder zur Bewertung?

Die Redaktion beantwortet Rückfragen zu dieser Bewertung und nimmt Hinweise auf, wenn sich Funktionen oder Pflichten ändern. Rufen Sie während der Geschäftszeiten an oder schreiben Sie eine Nachricht.

Redaktion in Arbeit

Adresse

Zeil 106, 60313 Frankfurt am Main, Deutschland

Telefon

+49 69 21235478

Erreichbar

Montag bis Freitag: 09:00–18:00 Uhr

Stand: Oktober 2026

Diese Seite ist Teil der redaktionellen Bewertungen von Vectronic Digital. Änderungen an Funktionen und Pflichten werden nachgeführt, sobald sie bekannt werden.